Sekundäre Hypertonie

Symptome eines hohen Blutdrucks

Oft ist die Feststellung eines Bluthochdrucks eine Zufallsdiagnose, da sich in vielen Fällen bis dahin keine Bluthochdruck Symptome gezeigt haben. Betroffene können eine lange Zeit ohne Bluthochdruck Symptome mit der Hypertonie leben, weshalb die Bluthochdruck Werte oft erst sehr spät festgestellt werden.Somit handelt es sich um eine oft unerkannte Gefahr. Um Folgeschäden zu vermeiden, wäre eine frühzeitige Therapie zur Reduzierung des Drucks notwendig.

Erste Bluthochdruck Symptome könnten sein:

  • Schwindelgefühle
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerz
  • Nasenbluten
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • rote Gesichtsfarbe
  • Kurzatmigkeit

Wenn diese Bluthochdruck Symptome ohne weitere Erklärung auftreten, sollte man bald ärztlichen Rat einholen.

Manche Menschen schätzen jedoch oft Bluthochdruck Symptome falsch ein. Müdigkeit sehen sie als Folge vieler Arbeit, Übelkeit weist auf ein Problem des Magens hin, Schwindelgefühle ordnen sie eher einem zu niedrigen Blutdruck zu. Dass es sich hier um Bluthochdruck Symptome handeln kann, wissen sie nicht.

Buthochdruck junge MenschenPochende Schmerzen im Hinterkopf in Verbindung mit Übelkeit, eine rote Gesichtsfarbe, Nasenbluten und Kurzatmigkeit sind schon eindeutigere Symptome.

Bluthochdruck Werte, die bei einer einzigen Blutdruckmessung ermittelt werden, sind jedoch nicht immer ein eindeutiger Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Bluthochdruckerkrankung. Im Laufe des Tages schwankte der Blutdruck. Nach Kaffeegenuss und sportlicher Betätigung ist er erhöht, nach einiger Zeit kommt es jedoch wieder zur Senkung.

Ein bekanntes Phänomen ist das “Weißkittelsyndrom”, bei dem der Patient in der Arztpraxis so nervös ist, dass sich bei der Messung zu hohe Blutdruckwerte zeigen. Hier sollte jedoch gleich nachgefragt werden, ob und wie oft Bluthochdruck Symptome auftreten.

Um eine eindeutige Diagnose zu stellen, sind mehrere Messungen notwendig, beispielsweise zu drei verschiedenen Zeiten. Wesentlich zuverlässiger ist eine Langzeitmessung über 24 Stunden.

Ohne dass der Betroffene Bluthochdruck Symptome an sich festgestellt hat, kann es bereits zu Gefäßschädigungen an Augen, Nieren, Herz oder Gehirn gekommen sein (Arteriosklerose).

Somit müssen bei Bluthochdruck weiterführende Untersuchungen des Augenhintergrunds, der Nieren und des Herzens vorgenommen werden.

Ursachen für zu hohe Blutdruckwerte

Bei den meisten Patienten, bei denen Bluthochdruck Werte vorliegen, kann keine eindeutige Ursache festgestellt werden. Dies sind bis zu 95% der Betroffenen. In diesem Fall spricht man von einer essentiellen bzw. primären Hypertonie. Hier wird u.a. eine genetische Ursache vermutet.

Besonders in dieser Gruppe sind viele Betroffene zu finden, die sich lange Zeit eher gesund fühlen, da sie kaum über Bluthochdruck Symptome klagen.

Eine sehr ungünstige Rolle spielen neben genetischen Faktoren allerdings auch einige Formen der Lebenweise, wie Rauchen, Alkoholkonsum, Stress, kochsalzreiche Ernährung, aber auch die allgemeine Konstitution, Bewegungsmangel oder hormonelle Ursachen.

Gestresste Menschen, die zudem oft zur Zigarette greifen und in erhöhtem Maße Alkohol konsumieren, nehmen Bluthochdruck Symptome seltener zur Kenntnis, sondern empfinden diese als vorübergehende Unpässlichkeit.

Ferner wirkt sich ein Kaliummangel ungünstig auf den Blutdruck aus. Reich an Kalium sind Nüsse, frisches Obst und Gemüse und Trockenobst.

Männer über 55 Jahren und Frauen über 65 Jahren zeigen vermehrt Bluthochdruck Werte, ohne dass sich Bluthochdruck Symptome feststellen lassen.Die essentielle Hypertonie darf erst als solche diagnostiziert werden, wenn andere Ursachen ausgeschlossen wurden.

Sekundäre Hypertonie

Wenn eine andere Grunderkrankung ursächlich für den hohen Blutdruck ist, dann handelt es sich um eine sekundäre Hypertonie.

Die häufigste Ursache liegt hierbei in einer Erkrankung der Nieren, wobei zwischen Erkrankungen des Nierengewebes und der Nierenarterien unterschieden wird. Chronische Entzündungen, Schädigungen durch Diabetes oder Nierenzysten verursachen Erkrankungen des Nierengewebes. Die Folge ist, dass die Niere nicht mehr ausreichend Salz ausscheiden kann und dies zu einem Bluthochdruck führt.

Arteriosklerose, Entzündungen oder Bindegewebserkrankungen führen zu einer Verengung der Nierenarterien. Dies führt zu einer Minderdurchblutung der Niere. Dies führt zu einer Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS), welches als Kreislauf von verschiedenen Enzymen und Hormonen den Salz-Wasser-Haushalt des Körpers steuert. Außerdem ist das RAAS ein wichtiges System zur Blutdruckregulierung. Das RAAS verengt nun weiter die Gefäße, aktiviert den Sympathikus und vermindert weiter die Salzausscheidung in der Niere. Somit folgt eine weitere Erhöhung des Blutvolumens. Auch hier kann es sein, dass der Patient anfangs keine Bluthochdruck Symptome zeigt.

Wenn mehrfach bei einer Blutdruckmessung Bluthochdruck Werte festgestellt wurden, liegt die Diagnose renovaskuläre Hypertonie vor. Um eine Senkung des Drucks zu erzielen, wird eine Erweiterung der Stenose (Gefäßverengung) mit Hilfe eines Katheters vorgenommen. Wenn die Stenose jedoch bereits längere Zeit vorgelegen hat und Nierengewebe geschädigt ist, besteht die Erkrankung weiterhin und man wird eine medikamentöse Therapie fortsetzen, um eine Senkung der Bluthochdruck Werte zu erreichen. Diese Patienten nehmen aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung Bluthochdruck Symptome eher war, weil ihnen ihr Problem bewusst ist.

Verschiedene Erkrankungen können Störungen des Hormonhaushalts verursachen. Je nach Erkrankung kann beispielsweise eine Aktivierung des o.g. Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems, eine übermäßige Adrenalin- und Noradrenalin- Produktion (aktiviert das sympathische Nervensystem) oder eine Vermehrung der Kortikoid-Produktion (verursacht eine verstärkte Salzrückresorption in die Niere) vorliegen.

Ebenso kann eine Einnahme von Kontrazeptiva (Antibaby-Pille) Bluthochdruck Werte zur Folge haben. Hier ist es möglich, dass die Betroffenen die Bluthochdruck Symptome auch nicht einschätzen können, sondern in ihrem Unwohlsein “nur” eine Unverträglichkeit sehen.

Eine Verengung der Hauptschlagader im Aortenbogen, dort, wo sich die Aorta oberhalb des Herzens krümmt, ist eine angeborene Mißbildung. Diese Verengung führt zu einem erhöhten Blutdruck. Dies führt zu einer Minderdurchblutung der Nieren und verursacht wie die Nierenarterienstenose eine arterielle Hypertonie. In diesem Fall zeigen sich Bluthochdruck Symptome schon deutlicher.

Menschen mit Schlafapnoe, also Menschen, bei denen im Schlaf immer wieder die Atmung aussetzt, leiden meist auch an hohem Blutdruck, denn sie werden durch Reaktionen des sympathischen Nervensystems immer wieder aus dem Schlaf gerissen. Dieses Syndrom wird leider unterschätzt. Schnarchern, die immer wieder Atemaussetzer haben, sollte mehr Beachtung geschenkt werden. Diese Menschen sind oft erschöpft, nehmen jedoch ihre Beschwerden selten als Bluthochdruck Symptome zur Kenntnis. Wird das Schlafapnoe-Syndrom behandelt, kommt es zu einer deutlichen Senkung der Bluthochdruck Werte.

Therapien zur Senkung zu hoher Blutdruckwerte

Therapien zur Senkung zu hoher Blutdruckwerte und zur Linderung der Symptome eines zu hohen Blutdrucks

Das Ziel einer Therapie der Hypertonie besteht darin, eine Senkung der Bluthochdruck Werte zu erzielen und dadurch die Risiken eines Schlaganfalls, koronaren Herzerkrankungen (verursacht durch die Minderdurchblutung der Herzkranzgefäße), sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

Neben der Senkung der Bluthochdruck Werte müssen jedoch auch andere Risikofaktoren wie Diabetes und Blutfettwerte behandelt werden. Auch, wenn unter der Therapie vielleicht keine Bluthochdruck Symptome vorhanden sind, müssen regelmäßig Blutdruckmessungen durchgeführt werden, um bei Auftreten von erneuten Bluthochdruck Werten gleich darauf zu reagieren.

Wer von einem essentiellen Bluthochdruck betroffen ist, kann einiges dazu tun, um die Bluthochdruck Werte zu senken. Eine Umstellung der Lebensweise ist neben einer medikamentösen Therapie, z.B. Betablocker, der erste Schritt.

Folgendes kann jeder für sich selbst tun:

  • Gewicht reduzieren
  • geringer Alkoholkonsum
  • Rauchen einstellen
  • sich gesund ernähren
  • kochsalzarme Ernährung (höchstens 6 Gramm / Tag)
  • regelmäßige, körperliche Bewegung
  • Entspannungsübungen (z.B. Autogenes Training)

Die Medikamente der ersten Wahl zur Behandlung der Bluthochdruckwerte sind

  • Betablocker
  • ACE-Hemmer
  • AT1-Antagonisten
  • Kalzium-Antagonisten
  • Diuretika

Betablocker, auch Beta-Rezeptorenblocker genannt, blockieren im Körper die Adrenozeptoren und hemmen somit die Wirksamkeit des Streßhormons Adrenalin und des Neurotransmitters Noradrenalin. Hauptsächlich werden sie zur Reduzierung der Bluthochdruck Werte der Herzfrequenz eingesetzt. Wegen der guten Wirksamkeit zur Verminderung des Bluthochdrucks, der recht geringen Nebenwirkungen und weil sie auch bei vielen anderen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems eingesetzt werden, gehören sie zu den in Deutschland am meisten verordneten Arzneimitteln.

Beta-Rezeptorenblocker werden neben der Senkung von Bluthochdruck Werten zudem eingesetzt bei

  • Koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzinsuffizienz (verminderte Herzleistungsfähigkeit)

Oft verschwinden unter der Gabe von Betablockern vorhandene Bluthochdruck Symptome und eine Reduzierung der Blutdruckwerte wird erreicht.

Betablocker werden auch häufig verordnet bei der Behandlung von folgenden Erkrankungen:

  • Migräne
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Glaukom
  • Tremor
  • Angstzustände
  • Phäochromozytom (Tumor des Nebennierenmarks)und bei der
  • Prävention von Ösophagusvarizenblutungen

Kontraindiziert ist die Gabe von Betablockern bei

  • gleichzeitiger Einnahme von Kalziumkanalblockern vom Typ Diltiazem oder Verapamil
  • akuter Herzinsuffizienz
  • vorbestehender Bradykardie (Herzfrequenz unter 50/min.)
  • Asthma bronchiale
  • AV-Überleitungsstörungen
  • einer Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)

Da es nicht nur am Herzen, sondern auch an anderen Organen Betarezeptoren gibt, können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • kalte Extremitäten
  • depressive Verstimmungen

Oft werden Betablocker mit einem oder mehreren Wirkstoffen kombiniert. Dabei spielt die Form und die Schwere der Erkrankung eine Rolle. Manchmal ist es nicht möglich, alleine durch die Verordnung eines Betablockers eine Senkung des Bluthochdrucks zu erreichen. Besonders zu Beginn der Therapie, wenn der Körper sich erst an die Medikamente gewöhnen muss, sollte ganz besonders auf Bluthochdruck Symptome geachtet werden und zur Kontrolle der Bluthochdruck Werte regelmäßig der Blutdruck kontrolliert werden. Manchmal kann es sogar passieren, dass der Blutdruck zu weit gesenkt wird. Dies ist nicht erwünscht, denn auch ein zu niedriger Blutdruck ist riskant.