Therapien zur Senkung zu hoher Blutdruckwerte

Therapien zur Senkung zu hoher Blutdruckwerte und zur Linderung der Symptome eines zu hohen Blutdrucks

Das Ziel einer Therapie der Hypertonie besteht darin, eine Senkung der Bluthochdruck Werte zu erzielen und dadurch die Risiken eines Schlaganfalls, koronaren Herzerkrankungen (verursacht durch die Minderdurchblutung der Herzkranzgefäße), sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

Neben der Senkung der Bluthochdruck Werte müssen jedoch auch andere Risikofaktoren wie Diabetes und Blutfettwerte behandelt werden. Auch, wenn unter der Therapie vielleicht keine Bluthochdruck Symptome vorhanden sind, müssen regelmäßig Blutdruckmessungen durchgeführt werden, um bei Auftreten von erneuten Bluthochdruck Werten gleich darauf zu reagieren.

Wer von einem essentiellen Bluthochdruck betroffen ist, kann einiges dazu tun, um die Bluthochdruck Werte zu senken. Eine Umstellung der Lebensweise ist neben einer medikamentösen Therapie, z.B. Betablocker, der erste Schritt.

Folgendes kann jeder für sich selbst tun:

  • Gewicht reduzieren
  • geringer Alkoholkonsum
  • Rauchen einstellen
  • sich gesund ernähren
  • kochsalzarme Ernährung (höchstens 6 Gramm / Tag)
  • regelmäßige, körperliche Bewegung
  • Entspannungsübungen (z.B. Autogenes Training)

Die Medikamente der ersten Wahl zur Behandlung der Bluthochdruckwerte sind

  • Betablocker
  • ACE-Hemmer
  • AT1-Antagonisten
  • Kalzium-Antagonisten
  • Diuretika

Betablocker, auch Beta-Rezeptorenblocker genannt, blockieren im Körper die Adrenozeptoren und hemmen somit die Wirksamkeit des Streßhormons Adrenalin und des Neurotransmitters Noradrenalin. Hauptsächlich werden sie zur Reduzierung der Bluthochdruck Werte der Herzfrequenz eingesetzt. Wegen der guten Wirksamkeit zur Verminderung des Bluthochdrucks, der recht geringen Nebenwirkungen und weil sie auch bei vielen anderen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems eingesetzt werden, gehören sie zu den in Deutschland am meisten verordneten Arzneimitteln.

Beta-Rezeptorenblocker werden neben der Senkung von Bluthochdruck Werten zudem eingesetzt bei

  • Koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzinsuffizienz (verminderte Herzleistungsfähigkeit)

Oft verschwinden unter der Gabe von Betablockern vorhandene Bluthochdruck Symptome und eine Reduzierung der Blutdruckwerte wird erreicht.

Betablocker werden auch häufig verordnet bei der Behandlung von folgenden Erkrankungen:

  • Migräne
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Glaukom
  • Tremor
  • Angstzustände
  • Phäochromozytom (Tumor des Nebennierenmarks)und bei der
  • Prävention von Ösophagusvarizenblutungen

Kontraindiziert ist die Gabe von Betablockern bei

  • gleichzeitiger Einnahme von Kalziumkanalblockern vom Typ Diltiazem oder Verapamil
  • akuter Herzinsuffizienz
  • vorbestehender Bradykardie (Herzfrequenz unter 50/min.)
  • Asthma bronchiale
  • AV-Überleitungsstörungen
  • einer Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)

Da es nicht nur am Herzen, sondern auch an anderen Organen Betarezeptoren gibt, können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • kalte Extremitäten
  • depressive Verstimmungen

Oft werden Betablocker mit einem oder mehreren Wirkstoffen kombiniert. Dabei spielt die Form und die Schwere der Erkrankung eine Rolle. Manchmal ist es nicht möglich, alleine durch die Verordnung eines Betablockers eine Senkung des Bluthochdrucks zu erreichen. Besonders zu Beginn der Therapie, wenn der Körper sich erst an die Medikamente gewöhnen muss, sollte ganz besonders auf Bluthochdruck Symptome geachtet werden und zur Kontrolle der Bluthochdruck Werte regelmäßig der Blutdruck kontrolliert werden. Manchmal kann es sogar passieren, dass der Blutdruck zu weit gesenkt wird. Dies ist nicht erwünscht, denn auch ein zu niedriger Blutdruck ist riskant.